Magdeburg · Magdeburger Börde / Elbe · Sachsen-Anhalt
Terrassenüberdachung in Magdeburg bauen lassen
Terrassendach, Lamellendach oder gleich der Wintergarten? Wir prüfen nach Ihrer Anfrage, ob ein geeigneter Fachbetrieb im Raum Magdeburg verfügbar ist — mit ehrlichen Kosten-Spannen, der Rechtslage in Sachsen-Anhalt und der zuständigen Bauaufsicht gleich dazu.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Magdeburg
Schildern Sie kurz Ihr Projekt (Terrassenüberdachung im Raum Magdeburg). Wir prüfen nach Ihrer Anfrage, ob ein geeigneter Fachbetrieb in Ihrer Region verfügbar ist — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.
Magdeburg liegt an der Elbe, und seine Wohnlagen erzählen zwei Geschichten: Die Innenstadt wurde 1945 fast vollständig zerstört und danach neu gebaut, während die Gründerzeitquartiere und Elbdörfer am Rand erhalten blieben — dort, in Ottersleben, Salbke, Cracau oder Rothensee, stehen die Einfamilienhäuser mit Garten. Wir prüfen nach Ihrer Anfrage, ob ein geeigneter Fachbetrieb in Ihrer Region verfügbar ist, und Sie bekommen die Rechtslage gleich mit: In Sachsen-Anhalt ist eine Terrassenüberdachung nach § 60 Abs. 1 Nr. 1 i BauO LSA bis 30 m² verfahrensfrei — und zwar allein nach der Fläche, denn eine Tiefengrenze kennt der Gesetzestext im Gegensatz zu vielen Ratgebern nicht. Örtlich kommt allerdings eine Ebene dazu, die in Magdeburg ungewöhnlich weit reicht: Vierzehn Erhaltungssatzungen verlangen in ihren Gebieten eine eigene Genehmigung für die Errichtung baulicher Anlagen, unabhängig von der Verfahrensfreiheit. Zuständig für beides ist der Fachdienst Bauordnungsamt und Denkmalschutz An der Steinkuhle.
Was kostet eine Terrassenüberdachung in Magdeburg?
Zwei Magdeburger Faktoren verschieben den Preis gegenüber bundesweiten Katalogangaben. Der eine ist technisch: Weil die Stadt im norddeutschen Tiefland liegt, verlangt die Norm neben der Regelschneelast einen zusätzlichen Nachweis für Schnee als außergewöhnliche Einwirkung, was auf die Dimensionierung von Sparren und Verankerung durchschlägt. Der andere ist der Baugrund, der in den elbnahen Lagen im Süden und Osten über den Aufwand für die Fundamente entscheidet. Beim Lohnanteil selbst liegt Magdeburg dagegen unter dem westdeutschen Niveau. Sachsen-Anhalt liegt bei Kaufkraft und Handwerkslöhnen im unteren Bereich des Bundesvergleichs, was sich vor allem bei den arbeitsintensiven Leistungen bemerkbar macht. Material- und Systemkosten für Aluminium und Glas sind dagegen bundesweit weitgehend einheitlich, sodass der Preisvorteil bei Montage und Fundament entsteht, nicht beim Bausatz.
| Ausführung | Einheit | Orientierungsspanne |
|---|---|---|
| Polycarbonat-Bausatz (Selbstmontage) | €/m² | 150–300 € |
| Holz-Konstruktion | €/m² | 250–500 € |
| Aluminium mit Polycarbonat-Dach | €/m² | 250–400 € |
| Aluminium mit Glasdach (VSG) | €/m² | 350–600 € |
| Montage komplett (Terrassendach) | pauschal | 1.500–3.000 € |
| Lamellendach 3 × 3 m (Einstieg bis Premium) | € gesamt | 3.600–11.000 € |
| Lamellendach 4 × 4 m (Einstieg bis Premium) | € gesamt | 6.400–19.000 € |
Regional für Ihre Region: Für ein wandmontiertes Aluminium-Glas-Dach von 4 × 3 m bewegen sich die marktüblichen Anbieter-Spannen im Raum Magdeburg komplett montiert meist zwischen 4.200 und 7.000 € — einfache Polycarbonat-Ausführungen beginnen darunter, während der zusätzliche Nachweis für den außergewöhnlichen Schneelastfall und aufwendigere Gründungen in Elbnähe als Aufpreis dazukommen können.
Orientierungswerte aus kommerziellen Portalen und Anbieterangaben — keine unabhängige Preisstatistik, kein Preisversprechen. Der tatsächliche Preis hängt von Maßen, Material, Fundament, Wandanschluss, Beschattung und Montageaufwand ab. (Stand 2026 — es existiert keine unabhängige Preisstatistik für Terrassenüberdachungen; die Spannen bündeln gekennzeichnete Angaben kommerzieller Portale und Anbieter.)
Lamellendach im Raum Magdeburg: Ein Lamellendach als montierte 3-×-3-m-Anlage startet im Raum Magdeburg realistisch bei rund 3.600–4.600 € und erreicht mit Motorsteuerung, LED-Beleuchtung und seitlichen Windschutz-Elementen fünfstellige Summen. Alle Beträge sind Orientierungswerte aus Anbieterangaben und kommerziellen Portalen, regional eingeordnet — keine unabhängige Preisstatistik. Was Ihr Projekt tatsächlich kostet, entscheiden Maße, Material, Fundament und Wandanschluss; verbindlich wird das erst mit einem Angebot nach Aufmaß vor Ort.
Terrassendach, Lamellendach oder Wintergarten?
Die drei Produktklassen unterscheiden sich in Technik, Preis und Rechtslage — und werden deshalb getrennt geplant und angefragt. Ein nachträglich geschlossenes Dach ist rechtlich ein neues Vorhaben.
Offenes Terrassendach
Überdachung einer ebenerdigen Terrasse ohne Seitenwände — Aluminium- oder Holzkonstruktion mit Glas- oder Polycarbonat-Dach.
In allen 16 Bundesländern existiert ein Verfahrensfreiheitstatbestand mit landesspezifischen Maßgrenzen (meist 30 m², Tiefengrenzen unterschiedlich).
Lamellendach / bioklimatische Pergola
Überdachung mit drehbaren (teils einfahrbaren) Aluminium-Lamellen — offen, aber regulierbar für Licht, Luft und Regen.
Als offene Terrassenüberdachung gelten die gleichen Landes-Tatbestände. Werden Seitenelemente geschlossen, kann die Einordnung als Terrassenüberdachung entfallen (so ausdrücklich die Vollzugshinweise in Schleswig-Holstein und Sachsen).
Kaltwintergarten / Sommergarten
Seitlich verglaste, unbeheizte Konstruktion — kein dauernder Aufenthaltsraum.
Nicht mit der offenen Überdachung gleichsetzen: Durch die seitliche Schließung entsteht rechtlich ein Gebäude. Sieben Länder haben eigene Klein-/Kaltwintergarten-Verfahrensfreiheiten (Brandenburg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, NRW, Rheinland-Pfalz, Thüringen) — mit eigenen Grenzen bei Fläche, Volumen, Höhe, Beheizung und Gebäudeklasse.
Ablauf: vom Aufmaß bis zur Montage in 6 Schritten
Zwischen Aufmaß-Termin und fertiger Montage liegen im Raum Magdeburg je nach Auftragslage meist einige Wochen bis wenige Monate, während der Aufbau selbst ein bis drei Arbeitstage dauert. Der erste Schritt sollte hier die Frage sein, ob das Grundstück in einem der vierzehn Erhaltungssatzungsgebiete liegt — die Stadt stellt zu jedem einen Abgrenzungsplan bereit. Ist das der Fall, kommt ein Genehmigungsverfahren beim Bauordnungsamt hinzu, das im Einvernehmen mit dem Stadtplanungsamt entscheidet, und der Vorlauf verlängert sich entsprechend. Wer die nächste Terrassensaison überdacht beginnen will, fragt deshalb am besten im Herbst oder Winter an.
- Produktart & Maße klären Offenes Terrassendach, Lamellendach oder Wintergarten? Die drei Produktklassen unterscheiden sich in Technik, Preis und Rechtslage — ein später geschlossener „Kaltwintergarten light“ ist rechtlich ein anderes Vorhaben als das offene Dach. Maße (Breite × Tiefe), Material-Wunsch und Budgetrahmen bilden die Grundlage jeder seriösen Anfrage.
- Rechtslage prüfen In Sachsen-Anhalt regelt § 60 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. i der Bauordnung des Landes, wann eine Terrassenüberdachung ohne Verfahren errichtet werden darf. Der Wortlaut ist bemerkenswert knapp: Verfahrensfrei sind „Terrassenüberdachungen mit einer Fläche bis zu 30 m²“ — mehr steht dort nicht. Anders als in fast allen Nachbarländern nennt der Gesetzestext also ausschließlich eine Fläche und keine Tiefenbegrenzung. Die in zahlreichen Ratgebern zu findende Angabe „30 m² und maximal 3 m Tiefe“ für Sachsen-Anhalt hat im Gesetz keine Grundlage; die 3 m stammen aus dem Abstandsflächenrecht und sind etwas anderes als eine Bautiefe. Ebenso wenig enthält Buchstabe i den Zusatz „außer im Außenbereich“, den das Gesetz bei anderen Buchstaben ausdrücklich vorsieht. Das entbindet allerdings nicht von den Anforderungen des Bauplanungsrechts nach den §§ 34 und 35 BauGB, denn § 60 Abs. 5 BauO LSA stellt klar, dass auch verfahrensfreie Vorhaben die öffentlich-rechtlichen Anforderungen einhalten müssen. Bebauungsplan, Abstandsflächen und örtliche Vorschriften bleiben zu prüfen. Ansprechpartner im Raum Magdeburg: Landeshauptstadt Magdeburg — Fachdienst Bauordnungsamt und Denkmalschutz (An der Steinkuhle 6, 39128 Magdeburg).
- Besichtigung & Aufmaß Ein Fachbetrieb prüft vor Ort Untergrund, Fundament-Situation, Wandanschluss (besonders bei gedämmter Fassade), Entwässerung und Verschattung. Ohne Besichtigung bleibt jedes Angebot eine Schätzung — seriöse Endpreise entstehen erst nach dem Aufmaß.
- Angebot mit klarer Leistungsabgrenzung Ein belastbares Angebot trennt Bausatz bzw. Material, Montage, Fundament, Wandanschluss, Beschattung und Elektroarbeiten. Achten Sie auf Statik-Nachweis für die regionale Schnee- und Windlast, Glasart (VSG) und einen realistischen Abschlagsplan — hohe Vorkasse ohne Materiallieferung ist ein Warnsignal. Bei der Windlast führt die DIBt-Zuordnung nach Verwaltungsgrenzen das gesamte Land Sachsen-Anhalt mit allen Gemeinden in Windzone 2. Für Magdeburg ist damit ein typischer Binnenland-Wert maßgeblich, der aber über dem hessischen Niveau der Windzone 1 liegt. Verbindlich wird die Bemessung ohnehin erst über den standortbezogenen Nachweis nach DIN EN 1991 — in der offenen Bördelandschaft westlich der Stadt und in den freien Lagen entlang des Elbtals rechnet die Fachplanung mit den örtlichen Verhältnissen statt mit dem Katalogwert.
- Montage Die Montage einer Standard-Überdachung dauert je nach Fundamentarbeiten meist ein bis drei Tage; Lamellendächer mit Elektrik und Wintergärten entsprechend länger. Der Betrieb sollte Befestigung, Abdichtung zur Fassade und Entwässerung dokumentieren.
- Abnahme & Unterlagen Zum Abschluss gehören die förmliche Abnahme, die Dokumentation eventueller Mängel, Montage- und Pflegehinweise sowie die Gewährleistungsunterlagen. Bewahren Sie Statik-Unterlagen und Rechnungen auf — sie sind beim späteren Hausverkauf und im Versicherungsfall wichtig.
Genehmigung, Bauaufsicht & Bebauungsplan in Magdeburg
In Sachsen-Anhalt regelt § 60 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. i der Bauordnung des Landes, wann eine Terrassenüberdachung ohne Verfahren errichtet werden darf. Der Wortlaut ist bemerkenswert knapp: Verfahrensfrei sind „Terrassenüberdachungen mit einer Fläche bis zu 30 m²“ — mehr steht dort nicht. Anders als in fast allen Nachbarländern nennt der Gesetzestext also ausschließlich eine Fläche und keine Tiefenbegrenzung. Die in zahlreichen Ratgebern zu findende Angabe „30 m² und maximal 3 m Tiefe“ für Sachsen-Anhalt hat im Gesetz keine Grundlage; die 3 m stammen aus dem Abstandsflächenrecht und sind etwas anderes als eine Bautiefe. Ebenso wenig enthält Buchstabe i den Zusatz „außer im Außenbereich“, den das Gesetz bei anderen Buchstaben ausdrücklich vorsieht. Das entbindet allerdings nicht von den Anforderungen des Bauplanungsrechts nach den §§ 34 und 35 BauGB, denn § 60 Abs. 5 BauO LSA stellt klar, dass auch verfahrensfreie Vorhaben die öffentlich-rechtlichen Anforderungen einhalten müssen. Bebauungsplan, Abstandsflächen und örtliche Vorschriften bleiben zu prüfen.
Magdeburg hat wie kaum eine zweite Stadt dieser Größe auf Erhaltungssatzungen gesetzt: Vierzehn Gebiete sind auf diese Weise geschützt, darunter Alte Neustadt, Neue Neustadt, Stadtfeld Ost und West, Sudenburg, Werder, Cracau, Salbke, Westerhüsen, Fermersleben, Leipziger Straße, Otto-Richter-Straße, Curie-Siedlung, Siedlung Reform sowie Domplatz und südliches Stadtzentrum. Der Grund liegt in der Stadtgeschichte: Nachdem die Innenstadt im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, sind die erhaltenen Gründerzeit- und Siedlungsquartiere am Rand das, was von der historischen Bausubstanz übrig blieb. Für ein Terrassendach ist die Rechtsfolge erheblich. Die Satzungen sind nach dem Muster der Cracauer Fassung vom 8. Mai 2003 aufgebaut, deren § 2 bestimmt, dass „der Rückbau, die Änderung oder die Nutzungsänderung sowie die Errichtung baulicher Anlagen im Geltungsbereich dieser Satzung“ der Genehmigung bedürfen — ohne Einschränkung auf ohnehin genehmigungspflichtige Vorhaben. Eine Erhaltungssatzung nach § 172 BauGB begründet damit eine eigene Genehmigungspflicht neben der Bauordnung, die Verfahrensfreiheit nach § 60 BauO LSA hilft dort also nicht weiter. Erteilt wird die Genehmigung laut § 3 vom Bauordnungsamt im Einvernehmen mit dem Stadtplanungsamt; Verstöße können nach § 213 BauGB mit einer Geldbuße bis 25.000 Euro geahndet werden. Betroffen sind ausdrücklich auch klassische Einfamilienhauslagen wie Cracau, Salbke und Westerhüsen.
Zuständige Bauaufsicht
Landeshauptstadt Magdeburg — Fachdienst Bauordnungsamt und Denkmalschutz
Untere Bauaufsichtsbehörde und Untere Denkmalschutzbehörde — Bauberatung, Baugenehmigungen und Vorbescheide, Abweichungen, Ausnahmen und Befreiungen, Genehmigungsfreistellungsverfahren, Bauüberwachung, Baulastenverzeichnis, Auskunftsersuchen
An der Steinkuhle 6, 39128 Magdeburg
Tel. 115
Bauordnungsamt und Untere Denkmalschutzbehörde bilden in Magdeburg einen gemeinsamen Fachdienst — beides lässt sich also an einer Adresse klären. Die Stadt führt die Bauberatung ausdrücklich als erste ihrer Aufgaben und beschreibt den Fachdienst als Ansprechpartner für rechtliche und fachliche Fragen rund um das Bauen, der Vorhaben „von der ersten Orientierung über die verfahrensbezogene Prüfung bis hin zur Überwachung der Umsetzung“ begleitet. Eine Besonderheit bei der Erreichbarkeit: Für die Fachteams ist auf den städtischen Seiten keine Durchwahl veröffentlicht, sondern durchgehend die einheitliche Behördennummer 115; schriftliche Anfragen laufen über bauordnungsamt@magdeburg.de. Die Abgabe und Entgegennahme sämtlicher Anträge erfolgt ausschließlich über die zentrale Antragsannahme an derselben Adresse.
Bebauungsplan & Satzungen
In Magdeburg lohnt der Blick auf die Erhaltungssatzungen mindestens so sehr wie der in den Bebauungsplan, denn ihre Geltungsbereiche decken einen großen Teil der gewachsenen Wohnquartiere ab. Die Stadt veröffentlicht zu jeder Satzung einen eigenen Abgrenzungsplan als PDF, sodass sich die Betroffenheit eines Grundstücks nachvollziehen lässt; die Gebietsgrenzen sind in den Satzungen zusätzlich straßenweise beschrieben. Liegt Ihr Grundstück in einem dieser Bereiche, ist der Antrag beim Bauordnungsamt der erste Schritt — auch dann, wenn die Überdachung unter der 30-m²-Grenze der Bauordnung bleibt. Außerhalb entscheiden die Festsetzungen des jeweiligen Bebauungsplans zu Baugrenzen und Nebenanlagen.
Bebauungspläne und Stadtentwicklung der Landeshauptstadt Magdeburg (Bauleitplanung mit Geltungsbereichen; Erhaltungssatzungen als eigene Rubrik mit Abgrenzungsplänen) →
Vierzehn Erhaltungssatzungen nach § 172 Abs. 1 Nr. 1 BauGB — u. a. Alte Neustadt, Neue Neustadt, Stadtfeld Ost und West, Sudenburg, Werder, Cracau, Salbke, Westerhüsen, Fermersleben, Curie-Siedlung, Siedlung Reform, Domplatz/Südliches Stadtzentrum →
Schnee- & Windlast
Schneelastzone 2
Die amtliche DIBt-Tabelle „Schneelastzonen nach Verwaltungsgrenzen“ führt Magdeburg in Schneelastzone 2 und versieht die Stadt zugleich mit der Kennzeichnung „Norddeutsches Tiefland“. Diese Fußnote ist der eigentlich wichtige Teil: Für Gebäude in den Schneelastzonen 1 und 2 verlangt DIN EN 1991-1-3/NA in diesen Gebieten zusätzlich eine Betrachtung des Schnees als außergewöhnliche Einwirkung, mit einem deutlich erhöhten Bemessungswert. Die reine Zonenangabe reicht für einen Standsicherheitsnachweis hier also nicht aus — ein Umstand, den Katalogangaben bundesweiter Systemanbieter regelmäßig unterschlagen.
Bei der Windlast führt die DIBt-Zuordnung nach Verwaltungsgrenzen das gesamte Land Sachsen-Anhalt mit allen Gemeinden in Windzone 2. Für Magdeburg ist damit ein typischer Binnenland-Wert maßgeblich, der aber über dem hessischen Niveau der Windzone 1 liegt. Verbindlich wird die Bemessung ohnehin erst über den standortbezogenen Nachweis nach DIN EN 1991 — in der offenen Bördelandschaft westlich der Stadt und in den freien Lagen entlang des Elbtals rechnet die Fachplanung mit den örtlichen Verhältnissen statt mit dem Katalogwert.
Wichtig: Verfahrensfrei bedeutet nur: kein reguläres Baugenehmigungsverfahren für das in der Landesbauordnung beschriebene Vorhaben. Es bedeutet nicht automatisch, dass gebaut werden darf. Das Landesrecht führt Vorhaben bis zu den genannten Maßen als verfahrensfrei; Bebauungsplan, Abstandsflächen und örtliche Vorschriften bleiben zu prüfen. (Rechtsstand: 24. Juli 2026.)
Die Regeln aller 16 Bundesländer — mit Maßgrenzen, Wintergarten-Ausnahmen und Primärquellen — stehen in unserem Genehmigungs-Ratgeber.
Wo in Magdeburg gebaut wird
Magdeburg ist die größte Stadt Sachsen-Anhalts und liegt beidseits der Elbe am Ostrand der Magdeburger Börde. Der Gebäudebestand ist von zwei Brüchen geprägt: Die Innenstadt wurde im Januar 1945 fast vollständig zerstört und in den Jahrzehnten danach neu aufgebaut, weshalb heute ein hoher Anteil des Wohnungsbestands auf Großwohnsiedlungen entfällt. Die Einfamilienhäuser stehen entsprechend nicht im Zentrum, sondern in den Randlagen und den eingemeindeten Ortsteilen.
Klassische Ein- und Zweifamilienhauslagen sind vor allem Ottersleben im Südwesten mit seinen gewachsenen Ortslagen, Diesdorf und Lemsdorf im Westen, die südlichen Elbdörfer Salbke, Westerhüsen und Fermersleben sowie Rothensee im Norden. Dazu kommen Cracau im Osten der Elbe, Hopfengarten und Beyendorf-Sohlen im Süden sowie die dörflich gebliebenen Ortsteile Randau-Calenberge und Pechau. Deutlich anders sieht es in Neu Olvenstedt, Kannenstieg, Neustädter Feld und Reform aus, wo der industrielle Wohnungsbau der DDR-Zeit dominiert — dort ist die Terrasse in der Regel ein Balkon. Wichtig für die Planung: Mehrere der EFH-Lagen, namentlich Cracau, Salbke und Westerhüsen, liegen zugleich in Erhaltungssatzungsgebieten.
Stadtteile & Umland
Anfragen erreichen uns aus dem gesamten Raum Magdeburg — u. a. aus Ottersleben, Diesdorf, Lemsdorf, Salbke, Westerhüsen, Fermersleben, Rothensee, Cracau, Hopfengarten und weiteren Lagen. Das Einzugsgebiet reicht in drei Landkreise hinein: Der Landkreis Börde im Norden und Westen, der Salzlandkreis im Süden und das Jerichower Land östlich der Elbe umschließen die Landeshauptstadt und sind deutlich stärker einfamilienhausgeprägt als das Stadtgebiet selbst. Dort gilt ebenfalls die Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt, zuständig ist dann aber die Bauaufsicht des jeweiligen Landkreises statt der Landeshauptstadt — und die städtischen Erhaltungssatzungen gelten dort nicht.
Markt vor Ort: Der Markt im Raum Magdeburg wird von regionalen Metallbaubetrieben, Tischlereien und Fensterbaufirmen getragen, die Terrassenüberdachungen meist neben Wintergärten, Fenstern und Sonnenschutz anbieten. Ergänzt wird das durch überregionale Systemanbieter, die von den Ballungsräumen aus mitliefern, sowie durch Betriebe aus dem Umland der drei angrenzenden Landkreise. Beim Angebotsvergleich sind in Magdeburg zwei Positionen entscheidend, die in Pauschalpreisen gern fehlen. Die erste ist der Standsicherheitsnachweis: Wegen der Lage im norddeutschen Tiefland genügt die Bemessung nach der Regelschneelast nicht, es kommt der außergewöhnliche Lastfall hinzu. Die zweite ist die Gründung — in den Elbnähe-Lagen im Süden und Osten der Stadt entscheidet der Baugrund darüber, wie aufwendig die Fundamente ausfallen. Ein Angebot, das beides ausdrücklich benennt, ist belastbarer als eines, das nur Fläche und Material auflistet.
Häufige Fragen zur Terrassenüberdachung in Magdeburg
Terrassenüberdachung — braucht man eine Baugenehmigung?
In welcher Preiskategorie wird man bei einer Terrassenüberdachung ungefähr landen (inkl. Montage)?
Klarglas oder Milchglas — und brauche ich bei Milchglas wirklich keine Beschattung mehr?
Glas- oder Lamellendach als Terrassenüberdachung?
Wie hoch muss die Windlast sein bei einer Terrassenüberdachung?
Brauchen wir für die Überdachung eine Baugenehmigung oder das OK vom Nachbarn?
Terrassenüberdachung in der Umgebung von Magdeburg
Bauvorschriften und Preisniveau ändern sich an der Stadtgrenze selten, an der Landesgrenze dagegen deutlich. Diese Orte liegen im Umkreis — mit den jeweils dort geltenden Regeln.
Unverbindliche Anfrage — Fachbetrieb im Raum Magdeburg
Schildern Sie kurz Ihr Projekt (Terrassenüberdachung im Raum Magdeburg). Wir prüfen nach Ihrer Anfrage, ob ein geeigneter Fachbetrieb in Ihrer Region verfügbar ist — kostenlos und unverbindlich. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren; Sie entscheiden anschließend frei über jedes Angebot.